Ist der Ruf erst ruiniert – private Daten werden im Zeitalter des Web 2.0 für jeden sichtbar

Zu viel Vertrauen und fehlendes Bewusstsein können zu Peinlichkeiten und Datenverlust führen

Bensheim/München, 18 August, 2008

Das Web 2.0 wird immer beliebter. Ob Webblogs, Videoplattformen wie „YouTube” oder Social Networks wie „StudiVZ” und „facebook”, stetig mehr Deutsche scheinen immer häufiger die interaktiven Onlineangebote zu nutzen. Doch was das freizügige Darstellen innerhalb des größten Mediums der Welt bedeutet, muss den Meisten noch vermittelt werden. Unwissentlich bringen die User private Daten und ihren guten Ruf in Gefahr.

„Sicherlich gewinnt die Selbstdarstellung im Internet besonders bei den Heranwachsenden bis Mitte Zwanzig stetig an Bedeutung”, sagt Gernot Hacker, IT-Security Fachmann bei dem Sicherheitssoftwarehersteller Webroot. Wie das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg schreibt, gehört besonders diese Altersklasse zu den stärksten Nutzern des Web 2.0. Auch die ersten Ergebnisse einer Studie der Universität der Bundeswehr München vom Februar 2008 bestätigen diese Einschätzung. Alleine 58 Prozent der Nutzer von Social Networks sind unter 26 Jahren. „Doch gerade dieser Altersgruppe ist nicht wirklich bewusst, dass sie vermehrt unvorsichtig mit ihren persönlichen Daten umgeht”, fügt Hacker hinzu.

Auch Dr. Benedikt Köhler von der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München unterstütz Hackers Ansicht: „Die Nutzer sind unvorsichtig und fragen sich nicht unbedingt, wie sie sich präsentieren oder wem sie ihre Passwörter verraten. Das Bewusstsein, dass mein Profil und meine Fotos oder Statements von Tausenden von Menschen gesehen werden und ich nicht überblicken kann, wer es sieht, muss sich erst entwickeln.“

Bisher gibt es laut dem Hans-Bredow-Institut noch zu wenig Erkenntnisse zu den Nutzungspraktiken und deren Konsequenzen im Hinblick auf die Verschiebung zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre oder dem Verlust des Datenschutzes.

Sogar ein Web-Dienst, der das Internet nach peinlichen Veröffentlichungen von Privatpersonen scannt und diese versucht zu löschen, wird mittlerweile angeboten.

„Ein Großteil beschäftigt sich aber erst gar nicht mit den Datenschutzbestimmungen“, sagt Hacker. So steht die Angst vor dem Missbrauch von Daten nach der Studie der Universität der Bundeswehr erst an vierter Stelle der Gründe, ein Social Netzwerk zu verlassen.
„Oder sie nennen ihre Passwörter ihren Freunden und surfen unbedacht im Internet umher“, fügt der Security Fachmann von Webroot hinzu. So besteht allerdings die Gefahr, sich unwissentlich Spyware oder Viren auf den PC oder Laptop zu holen.

Um dies zu verhindern rät Webroot, einen mehrschichtigen Sicherheitsansatz zu installieren. Drei Arten von Sicherheitssoftware sollt der PC oder Laptop aufweisen: Spyware-Schutz, Virenschutz und eine Firewall.

  • Spyware-Schutz:
    Anti-Spyware-Software schützt den PC vor Spyware-Infektionen. Software zum Schutz vor Spyware erkennt und entfernt Spyware, ohne dass der Systembetrieb unterbrochen wird. Anti-Spyware-Programme verhindern somit ein ungewolltes Ausspionieren der Privatsspähre.
  • Virenschutz:
    Dieser verhindert das Einnisten eines Virus-Programms auf dem Rechner.
  • Firewall:
    Die Firewall überwacht den durch sie hindurch laufenden Datenverkehr und entscheidet anhand festgelegter Regeln, ob bestimmte Netzwerkpakete durchgelassen werden oder nicht. Auf diese Weise versucht die Firewall das private Netzwerk bzw. das Netzsegment vor unerlaubten Zugriffen zu schützen.

„Mit solchen Programmen können Web 2.0-Nutzer sich sicherer im Internet bewegen“, sagt Hacker. „Wichtig ist aber, dass die Versionen stetig aktualisiert werden“.
Eine Lösung gegen die Speicherung persönlicher Daten im Netz ist dies allerdings nicht. „Ich kann jedem nur raten zu überlegen, welche Statements und Fotos er im Web 2.0 bereitstellt“, meint Hacker abschließend. „Man weiß nie, wer diese Inhalte zu Gesicht bekommt.“ Und auch mit dem Umgang seiner persönlichen Passwörter sollten die jungen Nutzer vorsichtig sein. „Nur weil ich mit jemandem seit Monaten in einem

Social Network in Kontakt stehe, sollte ich ihm nicht sofort mein uneingeschränktes Vertrauen schenken. Oftmals kenne ich die Person letztlich doch noch nicht mal persönlich.“

Über Webroot:
Webroot ist führend auf dem Gebiet von Sicherheitssoftware für Privatanwender sowie kleine, mittlere und große Unternehmen. Von Boulder, Colorado aus vertreibt Webroot seine Lösungen in Nordamerika, Europa und den asiatisch-pazifischen Staaten. Weitere Informationen erhalten Sie auf http://www.webroot.de/.

©2003-2008, Webroot Software, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Webroot und Spy Sweeper sind eingetragene Warenzeichen oder Warenzeichen von Webroot Software, Inc. Alle anderen Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Unternehmen.

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